Zwergbartagamen


Zwergbartagame (Pogona henrylawsoni)


Ich halte seit 2 Jahren eine Gruppe von 1.2 (1 Männchen und 2 Weibchen)

in einem entsprechend großem Terrarium.

Das Terrarium hat die Maße  150cm * 50cm * 50cm und ist mit einer

LED Grundbeleuchtung sowie 2 Bright Sun UV Desert Lampen (70 W und 35 W) ausgestattet.

Diese tollen Reptilien sind ware Sonnenanbeter und liegen mitunter stundenlang unter der Wärmelampe.

Im letzten Jahr (`21) legten das Weibchen ihr erstes Gelege ab und alle Eier wurden erfolgreich inkubiert.

An besonders schönen Sommertagen setzen wir die Tiere auch nach Draußen in ein kleines extra Gehege, wo sie dann neugierig die Gegend beobachten und gierig alles verschlingen was in das Gehege fliegt oder kraucht.

Haltung


Diese Art lebt ursprünglich im Osten Australiens und sind mit ca. 30 cm Größe quasi die kleinen Verwandten der sehr beliebten und verbreiteteten Bartagame (Pogona vittizeps) die bis zu 60cm groß werden können.

Die Tiere leben im offenen Steppengelände und suchen sich gerne eine Aussichtsplattform wie z.Bsp. Zaunpfähle o.ä. um nach Feinden, rivalisierenden Männchen oder Futter Ausschau zu halten. Dementsprechend halte ich meine Tiere in einem großzügigen Wüstenterrarium mit verschieden Wurzeln und Steinen etc.

Als Pflanzen eignen sich besonders robuste stachellose Kakteen und Sukkulente.

Eine Wasserschale darf nicht fehlen, meine Tiere baden sehr gerne darin und nutzen es auch zur Abkühlung.

Zwergbartagamen sind Allesfresser d.h. sie mögen pflanzliche Kost ebenso wie tierische.

Das Verhältnis sollte bei 1 Drittel tierisch und 2 Drittel pflanzlich liegen. Andernfalls können die Tiere verfetten und die Lebenserwartung von ca. 15 Jahre und länger sinkt deutlich.

Als Futter eignet sich im Prinzip alles was ins Maul passt, Heimchen-Grillen-Heuschrecken-Wachsmotten und Zophobalarven. Ein besondere Delikatesse sind jede Art von Schwarzkäfern.

Ich lasse z.Bsp. Mehlwürmer so lange in einem Behälter mit Futter (Weizenkleie o.ä.) bis sich die Würmer zu kleinen Käfern entwickelt haben.

Löwenzahnblüten, Ruccola, Klee und versch. Kräuter besonders auch Basilikum und Golliwog sind zu empfehlen.

Die Tiere nehemen den Großteil ihres Flüssigkeitbedarfs über das Futter auf aber alle 2 Tage besprühe ich die Pflanzen und Gegenstände leicht mit Wasser welches sie dann abschlecken.

Zwergbartagamen sind sehr zutraulich und gewöhnen sich schnell an ihren Besitzer,

der ja schließlich immer etwas leckeres zu Freseen dabei haben könnte :) 


Sehr wichtig ist die Winterruhe !  Meine Tiere werden ab Ende Oktober deutlich ruhiger und schlafen vermehrt den Tag über bis ich sie dann ende November bis ca. anfang März bei ca. 15° C

an einem trockenem Ort überwintere.



Mein Buchtipp dazu aus der "Art für Art Reihe" Martin Diekmann- Die Zwergbartagame, ISBN 3937285970



Kapuzinerkresse wird sehr gerne angenommen
Kapuzinerkresse wird sehr gerne angenommen
stachellose Kakteen und Klettermöglichkeiten
stachellose Kakteen und Klettermöglichkeiten
hohe Plätze sind beliebt
hohe Plätze sind beliebt

Nachzucht


Nach ca. 2 Jahren sind die Zwergbartagamen geschlechtsreif. Eine Unterscheidung der Geschlechter ist in den ersten Monaten so gut wie nicht möglich, erst nach ca. 1 Jahr konnte ich die Unterschiede sehen. Näheres dazu unten in der Galerie.

Wenn man eine Gruppe junger Zwergbartagamen hält merkt man recht deutlich was Männchen und Weibchen sind, denn die Männchen sind extrem unverträglich untereinander und beißen sich heftigst schon nach einigen Monaten.


Deshalb wichtig : Haltung immer nur mit 1 Männchen möglich !


Nach der Winterruhe im März dauert es nicht lange bis die ersten Paarungsversuche stattfinden.

Ca. 6-8 Wochen nach erfolgreicher Paarung wird das Weibchen zunehmend fülliger und bald schon kann man die Eier am Bauchrand erkennen.

Eine kalziumreiche Fütterung (anreichern der Futtertiere mit Calciumpuder) ist in der Zwischenzeit sehr wichtig und wirkt sich positiv auf das Gelege, die späteren Jungtiere und natürlich das Muttertier aus.

Ich stelle nun eine Eiablageschale (ca. 15*20cm und mind. 8-10cm hoch) gefüllt mit einem handfeuchtem Erd/Sandgemisch in der Nähe der Wärmelampe.

Das Weibchen legt die Eier (10-15) in die Box und vergräbt diese sorgfältig. Anschl. überführe ich die Eier in kleine Heimchenboxen, markiere vorher die Oberseite und stelle sie bei 28° für ca. 60 Tage in den Inkubator.


Die Schlüpflinge halte ich einige Wochen in einen spartanisch leicht zu reingenden Terrarium.

Wichtig ist in dieser Zeit das die Kleinen ordentlich versch. Grünfutter bestäubt mit

Calziumpuder bekommen.

Das Verhältniss Pflanzen zu Tierfutter beträgt 2/3 zu 1/3


Aktuelle Nachzuchten zur Abgabe 

  

die zwei Hemipenistaschen sind gut zu erkennen
die zwei Hemipenistaschen sind gut zu erkennen
relativ flach und keine Erhebungen
relativ flach und keine Erhebungen
Eiablagebox
Eiablagebox
Gelege mit 14 Eiern
Gelege mit 14 Eiern
der Schlupf beginnt nach ca. 60 Tagen
der Schlupf beginnt nach ca. 60 Tagen
anstrengend
anstrengend
der Schlupf selbst kann mehrere Stunden dauern
der Schlupf selbst kann mehrere Stunden dauern
die Jungtiere sind bereits sehr zutraulich
die Jungtiere sind bereits sehr zutraulich
hungrige Rasselbande
hungrige Rasselbande

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